• Speicheltest

    Karies ist ein Prozeß, bei dem Kohlenhydrate aus der Nahrung -insbesondere Zucker- durch spezielle Bakterien in der Mundhöhle aufgenommen werden. Die dabei entstehenden Säuren entkalken die Zahnsubstanz, es entsteht ein „Loch“.

    Die Bakterien sitzen in der sog. Plaque, dem weißlichen Zahnbelag am Zahnfleischsaum und in den Zahnzwischenräumen. Die Erkrankung Karies kann deshalb durch die Reduktion von Zucker, die Verminderung der säureerzeugenden Bakterien und durch Beeinflussung des Speichels weitgehend verhindert werden. Voraussetzung ist natürlich die entsprechende Zahnpflege und die sorgfältige Behandlung bereits vorhandener kariöser Defekte.

    Die Gefährdung durch Karies ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Um eine gezielte Vorbeugung und Behandlung effektiv durchführen zu können, ist es daher notwendig, die jeweils vorliegende individuelle Kariesgefährdung zu ermitteln. Diese läßt sich durch die Befundaufnahme der Zähne, eine Prüfung der Ernährungsgewohnheiten sowie durch eine Speichelanalyse abschätzen. Auch der Erfolg der Prophylaxemaßnahmen läßt sich so überprüfen.

    So wie Ihr Arzt aus dem Blutbild eine umfassende Übersicht erhält, erfassen wir mit der Speichelanalyse das Infektionsniveau der Mundhöhle, d.h. es werden karieserzeugende Bakterien ermittelt und gemessen. Es läßt sich dann gezielt gegen diese Bakterien vorgehen. Daneben werden weitere kariesauslösende Faktoren bestimmt wie z. B. die Pufferkapazität des Speichels, d.h. die Fähigkeit des Speichels, anfallende Säuren zu neutralisieren.

    Für die Speichelanalyse brauchen Sie in der Praxis lediglich einige Minuten auf einem geschmacklosen Kaugummi zu kauen und in dieser Zeit den anfallenden Speichel in einem Becher zu sammeln.

    Mit einem Indikatorstreifen wird nun die Pufferkapazität bestimmt, die Menge des in einer bestimmten Zeit produzierten Speichels kann gemessen werden.

    Auf einen speziellen Nährboden (Agar) wird etwas Speichel aufgetragen, dieser muss danach für 48 Stunden in einem Brutschrank bei exakt 37°C aufbewahrt werden. Die kariesverursachenden Bakterien können so gezielt angezüchtet werden, um ihr Vorkommen und ihre Menge in der Mundhöhle zu ermitteln.

    Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.